Mo 8.6.26 // 19 Uhr // Saal & Stream
Foyer-Bar ab 18 Uhr
Die Gegenwart der Geschichte

Das Historische Quartett

Mit Martin Schulze Wessel, Ute Daniel & Andreas Wirsching

Als Gäste: Julika Griem & Niels Beintker

250 Jahre USA. Der Kapitalismus als Gesellschaftsform. Deutsch-französische Beziehungen. Und Literaturgeschichte der Gegenwart. Die Auswahl der aktuellen historischen Sachbücher, die heute Abend vorgestellt und diskutiert werden, zeigt die große Bandbreite dieses wichtigen literarischen Genres: Jill Lepore: »We the People. Eine Geschichte der amerikanischen Verfassung« (C.H. Beck // Aus dem Englischen übersetzt von Werner Roller und Annabel Zettel) // Sven Beckert: »Kapitalismus. Geschichte einer Weltrevolution« (Rowohlt) // Michael Werner: »Diesseits und Jenseits der Nation: Deutschfranzösische Verflechtungen 1815–1870« (Heidelberg University Publishing) // Steffen Martus: »Erzählte Welt. Eine Literaturgeschichte der Gegenwart 1989 bis heute« (Rowohlt). Zu Gast in der Expertenrunde: der renommierte Hörfunk-Journalist und Moderator Niels Beintker und Julika Griem, Direktorin des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen.

»Aber die US-Verfassung ist weder Knochen noch Stein. Sie ist eine Explosion von Gedanken. Pergament zerfällt, und Tinte verblasst, aber Gedanken sind  dauerhaft; sie verändern sich außerdem.«

JILL LEPORE »We the People. Eine Geschichte der amerikanischen Verfassung«

»Doch manchmal sind die Dinge, die uns am vertrautesten sind, am schwierigsten zu begreifen. Der Kapitalismus ist eines davon.«

SVEN BECKERT »Kapitalismus. Geschichte einer Weltrevolution«

»Die deutsch-französische Konstellation hat gerade im 19. Jahrhundert die besondere Eigenschaft, dass in ihr grundlegende Fragen der europäischen Kultur und des europäischen Denkens gemeinsam bearbeitet und deshalb wie in einem Prisma analytisch zugänglich werden.«

MICHAEL WERNER »Diesseits und Jenseits der Nation: Deutschfranzösische Verflechtungen 1815–1870«

»Die Welt ist anstrengender geworden, aber auch größer und fülliger. Wenn es etwas zu verteidigen gilt, dann die Breite dessen, was uns möglich ist, und die Bedingungen, die für diese Spielräume sorgen. Was böte eine bessere Gelegenheit dazu als eine Auseinandersetzung mit dem Möglichkeitssinn der Literatur?«

STEFFEN MARTUS »Erzählte Welt. Eine Literaturgeschichte der Gegenwart 1989 bis heute«