Mi 16.4.08 // 0 Uhr // Saal

Aus dem Antisemitismus könnte schon was werden, wenn sich nur die Juden seiner annehmen würden

Ein Abend mit Henryk M. Broder

»Besonders im vergangenen Jahr scheint sich eine andere Vorhersage der Antisemiten im gefährlichen Ausmaß zu bewahrheiten. Ich meine den Mythos […], die Juden hätten es auf die Weltherrschaft abgesehen.« (Roda-Roda)
Theodor Lessing hat 1930 den Begriff »jüdischer Selbsthass« geprägt. Er wurde von jüdischen Intellektuellen wie Karl Marx, Karl Kraus und Otto Weininger verkörpert. Auch heute spielen jüdische Denker bei der Verbreitung antisemitischer
Ressentiments wieder eine Rolle. Der Satz des k.u.k.-Satirikers Roda-Roda ist heute genauso wahr wie zu seiner und Lessings Zeit. Henryk M. Broder rekapituliert die Geschichte des jüdischen Selbsthasses und führt aktuelle Fälle vor.

Karten in der Literaturhandlung (Tel. 089-280 01 35) oder im Literaturhaus (Tel. 089-29 19 34-27).

Website von Henryk M. Broder