Paul Wühr

Magus in Süden

Er ist Wortakrobat und Sprachskeptiker, schreibt bewußt absichtslos, negiert feste Raum-Zeit-Strukturen und gelangte als Autor erst in den sechziger Jahren an die literarische Öffentlichkeit: Paul Wühr, dessen 70. Geburtstag das Literaturhaus München mit einer Ausstellung feiert.

Die Ausstellung lädt ein zu Irrgängen und Gedankenspielen in Wührs poetischem Streckennetz.

Im 1. OG gibt sie Einblicke in Lebenssituationen und Werkgeschichte.

In der Bibliothek wird der Dichter als Leser vorgestellt; die Stimmen befreundeter Schriftsteller mischen sich in das Selbstgespräch des Autors. Ein Lesetisch und eine Audiothek mit Wührs 14 Hörspielen stehen bereit für eingehendere Begegnungen mit Wührs vielschichtigem Werk.

Durch das Treppenhaus mit Fotoportraits von Isolde Ohlbaum führt der Spaziergang ins Foyer in den 3. Stock mit Gedicht- und Texfahnen.

Ganz im Sinne Paul Wührs wird es während der Dauer der Ausstellung Überraschungsmomente mit Münchner Künstlern geben.