Natur in der Literatur

Ins Blaue!

»Das aber glauben alle Dichter: dass wer im Grase oder an einsamen Gehängen liegend die Ohren spitze, etwas von den Dingen erfahre, die zwischen Himmel und Erde sind.«

Friedrich Nietzsche  »Also sprach Zarathustra«

Natur boomt – nicht nur in der Literatur. Je mehr wir uns von der Natur entfremden, desto mehr sehnen wir uns nach ihr. In der Literatur zeigt sich Natur – jenseits von Kitsch und Klischee – als überraschend und verspielt, als unheimlich und verführerisch. Die Natur ist ein jahrtausendealtes Motiv, mit dem die Literatur ein zweites setzt: Was ist der Mensch?

»Hinter der Nebelwand im Gehirn gibt es noch andere Gegenden, die blauer sind, als du denkst.«

Hans Magnus Enzensberger  »Blauwärts«

2.500 Jahre Weltliteratur über Natur: In zehn Kunst-Naturräumen entdecken Sie berühmte Texte in neuem Kontext. Von Homer und Pindar über Jean Paul und Hölderlin, Goethe und Stifter zu Franz Kafka und Robert Gernhardt, von Sappho über Bettina Brentano zu Nelly Sachs und Ingeborg Bachmann. Über Bande geht es in die Gegenwart: Zeitgenössische Schriftstellerinnen und Schriftsteller stellen erstmals ihre persönlichen Naturstücke aus, so dass sich die poetische Lust an der Natur mit Haut und Haar erfahren lässt.

Ein Kombinations-Spiel mit Texten, Bildern und Räumen, das jeder anders zusammensetzen kann. Auf ins Grüne oder: ab ins Blaue!

KÜNSTLER*INNEN/AUTOR*INNEN: Anita Albus, Marcel Beyer, Benjamin Bühler, Durs Grünbein, Michael Fehr, Dorota Fidos,Arno Geiger, Nora Gomringer, Thomas Gsella, Anja Kampmann, Herlinde Koelbl,Brigitte Kowanz,Eva Menasse, Martin Mosebach, Péter Nádas, Marion Poschmann, Teresa Präauer, Christoph Ransmayr, Josef H. Reichholf, Brigitte Stenzel, Ilija Trojanow, Jan Wagner, Judith Zander u.a.

Aufruf zur BLOGPARADE #insblaue

PRESSESTIMMEN:

»Die Ausstellungsmacher präsentieren einen Spielplatz poetischer Assoziationen – ein geniales Ambiente.«

Münchner Merkur

»Wer hinter die großen weißen Flächen tritt, Buchseiten nicht unähnlich, steht inmitten der auf grünen Stelen sanft wogenden Textblumen… Kunstwerke ergänzen die Stationen der Ausstellung ideal.«

Süddeutsche Zeitung

»Am Salvatorplatz ist mit der Ausstellung INS BLAUE der Literaturfrühling ausgebrochen.«

Abendzeitung

»Eigens für die Besucher dieser Ausstellung wurde ein Himmelbett aufgestellt, das diesen Namen verdient. […]. Gleich daneben darf man an Kräutern reiben und riechen, auf knirschendem Kies eine Dunkelkammer betreten und zwischendurch geht es sogar ins Freie…«

Bayerische Staatszeitung