Frederico García Lorca

In Worten und Bildern. Zum 100. Geburtstag

Der bedeutendste spanische Dichter des 20. Jahrhunderts wäre am 5. Juni 1998 einhundert Jahre alt geworden. Aus diesem Anlaß präsentieren das Instituto Cervantes und das Literaturhaus München eine Ausstellung, die Leben und Werk des andalusischen Dichters dokumentiert. Zu sehen sind Fotos und Reproduktionen von Zeichnungen, Gedichten, Briefen und anderen Texten, die García Lorca als eine schillernde und vielseitige Künstlerpersönlichkeit ausweisen.
Die Ausstellung ist als Spaziergang durch das Leben des Künstlers angelegt. Der Betrachter erhält Einblicke in García Lorcas Elternhaus in Fuente Vaqueros, seine Schulzeit und seine erste Buchpublikation in Granada sowie seinen Aufenthalt in der Madrider „Residencia de Estudiantes“, wo er in den zwanziger Jahren mit Salvador Dalí und Luis Bunuel den Surrealismus aus der Taufe hob. Als berühmter Theaterautor und –regisseur veröffentlichte er unter dem Eindruck einer Amerikareise den Zyklus „Dichter in New York“. In den dreißiger Jahren engagierte er sich für Demokratie und soziale Gerechtigkeit und wurde zur Symbolfigur für Freiheit und Toleranz. Einen Monat nach Ausbruch des Spanischen Bürgerkrieges wurde er am 19. August 1936 ermordet.