Die Hausgötter des Literaturhauses München

Das Literaturhaus München fühlt sich seit seiner Gründung zwei Autoren besonders verbunden: Oskar Maria Graf und Thomas Mann.

Oskar Maria Graf

Die 1992 gegründete Oskar Maria Graf-Gesellschaft München e.V. (www.oskarmariagraf.de) hat 1994 die Veranstaltungen zum 100. Geburtstags des Dichters organisiert. Seither fördert sie mit Lesungen, Ausstellungen und Gesprächen das Gedenken an Graf und die Rezeption seiner Werke. Der Verein hat seinen Sitz im Literaturhaus München und organisiert in regelmäßigen Abständen Veranstaltungen zu Oskar Maria Graf.

Veranstaltung

Auch in der Gastronomie »OskarMaria« hat die Literatur ihren Platz. Der Namensgeber Oskar Maria Graf (1894-1967) steht für eine außergewöhnliche Mischung aus Lokalkolorit und Internationalität.

Die New Yorker Künstlerin Jenny Holzer hat im Auftrag der Landeshauptstadt München ein Denkmal für den eigensinnigen bayerischen Schriftsteller geschaffen und ihrer Arbeit Texte aus dessen Werk zugrunde gelegt. Diese sind in die Architektur und die Nutzgegenstände des Kaffeehauses integriert, Blickfang ist eine elektronische Laufsäule, auf der eine Erzählung Grafs mitzulesen ist. Sätze von Graf erscheinen auf dem Geschirr, auf den Rückenlehnen der Lederbänke, auf den Granittischen, die die Künstlerin für die Terrasse entworfen hat, auf den Papiersets und auf den Bierdeckeln. Das Geschirr, das von Villeroy & Boch exklusiv für das Literaturhaus hergestellt wird, kann im Kaffeehaus gekauft werden.

>>> Das Oskar Maria Graf–Denkmal von Jenny Holzer

 

Thomas Mann

Dem Nobelpreisträger Thomas Mann und seiner Familie waren in Zusammenarbeit mit dem Buddenbrookhaus in Lübeck bereits sechs Ausstellungen gewidmet: »Thomas Mann: 50 Jahre Doktor Faustus. Und was werden die Deutschen sagen?« (7.11.1997 - 20.1.1998), »Julia Mann. Brasilien, Lübeck, München« (18.2. bis 28.3.1999), »Thomas Mann. Buddenbrooks« (25.11.2000 - 21.1.2001), »Szenen einer schönen Welt. 50 Jahre Thomas Manns Felix Krull« (17.11.2004 bis 6.2. 2005), »Die Kinder der Manns Ansichten einer Familie« (8.12.2005 bis 26.2.2006), »Golo Mann. Die Geschichte« (29.1. bis 11.4.2010), »Wollust des Untergangs« 100 Jahre Thomas Manns »Tod in Venedig« (19.9.2012 bis 3.2.2013) und »Elisabeth Mann Borgese und das Drama der Meere« (6.3. bis 2.6.2013).

Regelmäßige Veranstaltungen erinnern an Thomas Mann, der fast vierzig Jahre mit seiner Familie in München lebte und einige seiner wichtigsten Werke (»Buddenbrooks«, »Tod in Venedig«, »Der Zauberberg«) hier schrieb. Außerdem beherbergt das Haus eines der seltenen noch erhaltenen Stücke des Autors: den viel beschriebenen Braunbären, das Maskottchen der Mann-Familie, das seit 2001 im 3. Obergeschoss steht und hier die Gäste begrüßt.

>>> Der Bär im Literaturhaus

Ausstellung »Thomas Mann. Buddenbrooks« (25.11.2000 - 21.1.2001)