LITERATURFEST MÜNCHEN

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Pressestimmen

»Wichtiger jedoch sind die mit einem solchen Literaturfest gebahnten Spuren, denen man in den Gesprächen mit Autoren und dann in deren Büchern folgen kann. Und wichtig ist diesmal insbesondere auch das Spüren: an sich herankommen zu lassen, wie es Menschen im Ausnahmezustand Krieg ergeht.«

Süddeutsche Zeitung, Antje Weber, 23.11.22

»Auf der Bühne in der übervollen Bibliothek des Münchner Literaturhauses sitzen beide nebeneinander, Chapaye in Uniform. Gerade noch rechtzeitig hat er die Ausreisegenehmigung der Behörden erhalten – […]. Während der Lesung der Texte ist es still im Publikum. Der Sound dieser beiden Vertreter einer neuen ukrainischen Schriftstellergeneration zielt hart und direkt ins Zentrum der Emotion.

Von ihrem Einsatz an der Front berichten sie differenziert und kritisch – undenkbar, dass russische Soldaten das im Ausland dürften. Als Chapeye mitteilt, ›ich hatte Angst, dass der Krieg mich brutal machen würde, er hat mich aber noch sensibler gemacht‹, halten einige im Publikum inne. Die Befindlichkeiten so mancher deutscher Intellektueller bleiben an diesem Tag draußen vor der Tür. Drinnen wird einfach nur zugehört. Was für ein stiller, sensationeller Abend, an dem die Ereignisse in der Ukraine ganz nah scheinen, und doch kein bisschen begreiflich.«

taz (20.11.22) über den Abend mit den Schriftstellern Artem Tschech & Artem Chapeye

»Ein gutes Finale der ›Münchner Schiene‹, das einen glücklich erschöpften Benedikt Feiten sprachlos zurücklässt. Unbeschreiblich seien die vergangenen Tage gewesen, sagt er nachts im Saal X. Seinem Wunsch, die ›Münchner Schiene‹ möge auch 2023 weitergehen, kann man sich nur anschließen. Im poetischen Größenwahn von heute liegt die Zukunft von morgen.«

Süddeutsche Zeitung, Bernhard Blöchl über die »Geisterfahrt« der MÜNCHNER SCHIENE, 5.12.22