Montag, 15.1.2018, 20.00 Uhr, Saal (Foyer-Bar ab 19 Uhr)

Jack Kerouac: ›On the road‹

Lesung mit Shenja Lacher

»Die einzigen Menschen, die mich interessieren, sind die Verrückten, die verrückt leben, verrückt reden und alles auf einmal wollen, die nie gähnen oder Phrasen dreschen, sondern wie römische Lichter die ganze Nacht lang brennen, brennen, brennen.« (Jack Kerouac)

d)	Jack Kerouac drinking in NYC 1957 by Jerry Yulsman »On The Road«, 1957 veröffentlicht, 1959 erstmals auf Deutsch erschienen, elektrisierte junge Menschen in aller Welt. Es wurde zum Kultbuch der Beatgeneration, ist eines der Vorbilder für den Film »Easy Rider« (1969, »Montagskino« am 29.1.), für zahllose Bücher und Songs und natürlich für die Hippie-Bewegung der 60er Jahre. In der von Ulrich Blumenbach brillant übersetzten Urfassung des Romans (Rowohlt Verlag) ist die sprachliche Intensität Kerouacs, ist die Musikalität des Textes wieder voll zu spüren.
Wir hören Auszüge daraus, gelesen von Shenja Lacher, eingeführt und kommentiert von Ulrich Blumenbach. Wir sehen Bilder von Kerouac und der »whole sick crew«, hören Songs aus der Zeit der Entstehung des Romans und im Anschluss Kerouac selbst in einer Originalaufnahme.

Einführung & Kommentare: Ulrich Blumenbach

Veranstalter: Stiftung Literaturhaus
Eintritt: Euro 10.- / 7.-

»Wir gingen also ein paar Bier trinken, denn bei meiner Mutter, die im Wohnzimmer saß und ihre Zeitung las, konnten wir ja nicht frei reden. Sie hielt Neal schon auf den ersten Blick für plemplem. Sie hätte sich nie träumen lassen, dass auch sie mal mit ihm durch die verrückte amerikanische Nacht fahren würde. In der Bar meinte ich zu Neal, ›Herrgott, ich weiß doch genau, dass du nicht bloß zu mir gekommen bist, weil du Schriftsteller werden willst, und außerdem, was weiß denn ich schon davon, außer dass man mit der Energie eines Bennie-Süchtigen bei der Stange bleiben muss‹, und er sagte, ›ja, klar, ich weiß genau, was du meinst, und genau das hab ich mich auch schon gefragt, aber was ich wirklich will, ist die Erkenntnis dieser Faktoren, sollte man sich auf Schopenhauers Dichotomie einlassen und jede innerlich erkannte . . .‹ und so weiter und so fort, Dinge, von denen ich nicht die leiseste Ahnung hatte und er genauso wenig, aber worauf ich raus will, ist, damals wusste er wirklich nicht, wovon er redete, soll heißen, er war ein junger Knacki, der sich in die wundervolle fixe Idee verrannt hatte, ein echter Intellektueller zu werden (...)«
(»On The Road«, Jack Kerouac)

Begleitprogramm zur Ausstellung Blumenkinder