Montag, 5.10.2015, 20.00 Uhr, Saal

Hans von Dohnanyi: ›Mir hat Gott keinen Panzer ums Herz gegeben‹ – Briefe aus Militärgefängnis und Gestapohaft 1943-1945

Ein Abend mit Klaus von Dohnanyi

Der Jurist Hans von Dohnanyi war eine der führenden Persönlichkeiten im Widerstand gegen das NS-Regime. Ende der 30er Jahre schloss er sich den Widerstandskreisen an, 1942 verhalf er zahlreichen Juden, die als Agenten getarnt wurden, zur Flucht in die Schweiz. Im März 1943 war er an einem Attentatsversuch gegen Hitler beteiligt. Im April 1943 wurde er im KZ Sachsenhausen gehängt. Erstmals sind nun die Briefe und Kassiber veröffentlicht, die Hans von Dohnanyi aus der Haft an seine Frau und seine Kinder schrieb. Nach einer Einführung durch den Herausgeber Winfried Meyer, hören wir Auszüge aus den Briefen. Klaus von Dohnanyi spricht über die Briefe des Vaters und seine eigenen Erinnerungen an die Lektüre derselben.

Hans von Dohnanyi, geboren 1902 in Wien, war Jurist und einer der engagiertesten Angehörigen des Widerstands gegen Hitler. In seiner Schulzeit hatte er in Berlin Klaus und Dietrich Bonhoeffer kennengelernt. Er heiratete ihre Schwester Christine, mit der er drei Kinder hatte, Barbara, Klaus und Christoph. Am 9. April 1945 wurde Dohnanyi als NS-Gegner im KZ-Sachsenhausen hingerichtet.

Einführung: Winfried Meyer (Herausgeber)
Moderation: Andreas Zielcke (Süddeutsche Zeitung)
Lesung: Gert Heidenreich

Büchertisch: Literaturhandlung
Veranstalter: Deutsche Verlags-Anstalt, Stiftung Literaturhaus
Eintritt: Euro 12.- / 8.-