Donnerstag, 18.6.2015, 20.00 Uhr, Bibliothek

Jeder Tag gehört dem Dieb

Ein Abend mit Teju Cole & Michael Kranz

Für seinen faszinierenden New-York-Roman über einen Flaneur des 21. Jahrhunderts (»Open City«, Suhrkamp Verlag) ist Teju Cole mit Autoren wie Sebald, Camus oder Naipaul verglichen worden und auch in Deutschland gefeiert worden.
Teju Cole verwebt auch in seinem ursprünglich zuerst erschienenen, aber hierzulande erst jetzt übersetzten neuen Buch die Geschichte einer Stadt mit der eigenen Biografie. In »Jeder Tag gehört dem Dieb« (Hanser Berlin, Deutsch von Christine Richter-Nilsson) kehrt ein junger Mann nach seinem Studium in Amerika heim nach Lagos in Nigeria. Hoffnungsvoll und gleichzeitig verloren erscheint ihm die Stadt, durch die er treibt. Teju Cole zeichnet das Porträt eines bedrückten Landes – in leuchtenden Sätzen.

Die Lesung der deutschen Textpassagen übernimmt Michael Kranz, bekannt aus Filmen wie »Das weiße Band«, »Inglourious Basterds« und »Elser – der Film«.
www.tejucole.com
www.michaelkranz.com

Mehr dazu unter blog.lithausmuc.de

Moderation: Tobias Döring (LMU)

Veranstaltung in englischer und deutscher Sprache
Büchertisch: Word's Worth
Veranstalter: Stiftung Literaturhaus
Eintritt: Euro 10.- / 8.-

»Mühelos erzählt und voll sinnlicher, bisweilen magischer und aufwühlender Bilder und Kleinsterzählungen. Große Literatur.« (Frankfurter Allgemeine Zeitung)


»›Jeder Tag gehört dem Dieb‹ ist mehr als ein Reisebericht. Es ist ein glänzendes Stück Literatur, in der der Clash der Kulturen nicht in den Suburbs der Metropolen Westeuropas oder Nordamerikas stattfindet.« (Der Spiegel)

»Ein neues, phantastisches Buch ... Memoir, Reportage, Selbstbetrachtung, Literaturgeschichte. Ein Bericht auch über die Schule der Gewalt, über die Ursprünge der Massenmorde von Boko Haram im Norden Nigerias.« (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung)

»Der Widerspruch zwischen innerer und äußerer Welt, die doppelte Staatsbürgerschaft der kulturellen Identität, verleiht dem Buch eine Exotik von abgründiger Ambivalenz. ... schneidend intelligent wie bitter-komisch.« (Süddeutsche Zeitung)