Mittwoch, 16.7.2014, 20.00 Uhr, Saal

Heinrich, mir graut‘s vor dir?

Ein Faust-Abend mit Thea Dorn und Albert Ostermaier

Das mittelalterliche Volksbuch schickte Doktor Faustus, den Schwarzkünstler, den Teufelsbündler, in die Hölle; der neuzeitliche Tatmensch Goethe verklärte den ewig Ruhelosen; unterm Unstern der Nazi-Barbarei verstand Thomas Mann ihn als Sinnbild deutscher Genialität und deutscher Kälte. Und heute? Was fängt ein Schriftsteller in der vorsichtig gewordenen Bundesrepublik mit diesem wilden, maßlosen Stoff an? In einem Werkstattgespräch unterhält sich Albert Ostermaier, der an der Faust-Inszenierung am Residenztheater dramaturgisch mitgearbeitet hat und einen Gedicht-Zyklus und Szenen zu Faust schrieb, mit Thea Dorn, die zur Zeit an einem Faust-Roman schreibt, über Faszination und Fallstricke bei der Arbeit an diesem urdeutschen Mythos.

Moderation: Egbert Tholl (Süddeutsche Zeitung)

Veranstalter: Stiftung Literaturhaus. In Kooperation mit dem Residenztheater
Eintritt: Euro 9.- / 7.-

Faust am Resi
Am 5. Juni 2014 feiert im Residenztheater eine Neuinszenierung von Goethes "Faust"Premiere. Regie führt Intendant Martin Kušej. Die letzte "Faust"-Interpretation am Residenztheater liegt über 30 Jahre zurück. Daneben erarbeitet Johan Simons, Intendant der Münchner Kammerspiele, als Gastregisseur im Cuvilliéstheater Elfriede Jelineks "FaustIn and out" mit Ensemblemitgliedern des Residenztheaters. Und auch Nis-Momme Stockmanns "Phosphoros", das in der Regie von Anne Lenk im Marstall uraufgeführt wird, spielt mit Themen aus "Faust". Abgeschlossen wird dieser "Faust"-Schwerpunkt durch eine neue Ausgabe des Sommerfestivals "Marstallplan", in der sich junge Regisseure zum Spielzeitende mit "Faust II" auseinandersetzen und im Marstall präsentieren. Termine und Karten unter www.residenztheater.de.

Eine Veranstaltung der Reihe Faust