Mittwoch, 5.6.2013, 20.00 Uhr, Saal

Lieben

Lesung mit Karl Ove Knausgård

Karl Ove Knausgård: Dem Norweger Karl Ove Knausgård ist es gelungen, auf unaufgeregte Weise die Literaturwelt in Aufregung zu versetzen: Mit einem sechsbändigen literarischen Selbstporträt nämlich, das detailliert und in wunderbar schlicht-eleganter Form die Welt des oder eines K.O.K. zeichnet. Dabei verwischt er die Grenze zwischen Autobiographie und Roman und schafft eine spannende neue Form der Autofiktion. Über diese Genre-Verunsicherung hinaus provoziert natürlich auch der Titel des norwegischen Originals: »Min kamp«, zu Deutsch »Mein Kampf«. In der Übersetzung von Paul Berf ist nach dem ersten Band, »Sterben«, nun »Lieben« erschienen (Luchterhand Literaturverlag), und eben darum geht es. Viel Lob gab es für diesen literarischen Weitwurf, das schönste vielleicht von der dänischen Zeitung Politiken: »Knausgårds Leiden werden für Menschen der 2010er Jahre literarisch und geistig ebenso bedeutungsvoll werden, wie es die des jungen Werther in den 1770er waren.«
Veranstaltung in norwegischer und deutscher Sprache

Moderation: Peter Urban-Halle
Dolmetscher: Uwe Englert
Lesung der deutschen Textpassagen: Thomas Loibl

Veranstalter: Stiftung Literaturhaus
Büchertisch: Sophias Bokhandel
Eintritt: Euro 9.- / 7.-

»Karl Ove Knausgård schreibt in einer guten Tradition und er schreibt brillant (...). Die Erzählkraft von Knausgård lässt die Frage nach dem autobiografischen Anteil ohnehin nebensächlich werden.« (Volker Hage / Der Spiegel)

Eine Veranstaltung der Reihe Der Norden schwarz auf weiß