Mittwoch, 5.12.2012, 20.00 Uhr, Saal

China in zehn Wörtern

Lesung mit Yu Hua

China in zehn Wörtern / Foto: © Jürgen BauerYu Hua ist eine der wichtigsten literarischen Stimmen Chinas. Neben Mo Yan war er in diesem Jahr heißer Nobelpreis-Kandidat. Sein neues Buch wurde in China verboten, in den USA und in Frankreich erhielt es hymnische Kritiken – nun ist es in der Übersetzung von Ulrich Kautz auch in Deutschland erschienen. Yu Hua erzählt von Volk und Führer, vom Lesen und Schreiben, von Graswurzeln und Gebirgsdörfern. Er ermöglicht uns einen unverstellten, gnadenlosen, aber auch wehmütigen Blick auf sein Land. Mit seinem Übersetzer, mit dem Schauspieler Thomas Loibl und mit dem Autor Tilman Spengler, der in China selbst »persona non grata« ist, stellt er sein Buch (S. Fischer Verlag) vor.
Veranstaltung in chinesischer und deutscher Sprache

Lesung der deutschen Textpassagen: Thomas Loibl
Moderator: Tilman Spengler
Dolmetscher: Ulrich Kautz

Veranstalter: AUDI AG, Stiftung Literaturhaus
Büchertisch: Liebig Buchhandlung
Eintritt: Euro 10.- / 8.-

»Sein neuestes Werk greift diese Themen in einer exemplarischen Mischung aus politischen und kulturhistorischen Analysen auf, die aber, wie es einem brillanten Schriftsteller taugt, nie den Zauberkreis des zu Erzählenden verlassen. (…) Ulrich Kautz hat es vorbildlich übersetzt.« 
(Tilman Spengler, Süddeutsche Zeitung, 23. Oktober 2012)

»Yu Huas kindliche und jugendlich naive Blicke in die Welt früherer Jahre kontrastiert er mit den widrigen Erfahrungen seither und kritischer Kommentierung von Folgen der Modernisierung. Dabei gelingen ihm immer wieder wunderbar poetische Passagen.«
(Helwig Schmidt-Glintzer, Neue Zürcher Zeitung, 11.10.2012)

»In seinem neue Buch beschreibt der Erfolgsautor Yu Hua eindringlich wie selten zuvor den Wildwuchs und die gesellschaftlichen Widersprüche, die den rasanten wirtschaftlichen Aufschwung des Landes begleiten.« 
(Klaus Eichmüller, Stuttgarter Nachrichten, 9.10.2012)

»In der Tat ist das Buch sehr persönlich und sehr politisch zugleich.«
(Neue Zürcher Zeitung, 4.10.2012)