Dienstag, 12.5.1998, 20.00 Uhr, Saal

Novembernächte

Lesung mit Chaim Potok

Der 1929 in New York geborene Chaim Potok zählt zu den bedeutendsten jüdischen Romanciers der amerikanischen Literatur. Ursprünglich polnischer Herkunft, hat der in einer orthodoxen Familie aufgewachsene Potok die Erfahrung von Emigration, Fremde und Assimilation in der rauhen Wirklichkeit der Bronx leidvoll verspüren müssen. Die soeben erschienene Familiengeschichte „Novembernächte" stelle, so der Rabbiner und Autor Potok, vor allem zwei Fragen: Welche Bedingungen treiben Menschen, die an der Spitze eines politischen Systems stehen, plötzlich dazu, sich gegen dieses System zu stellen und so ihre eigene Existenz zu zerstören? Und: Kann eine einzige Familie als Mikrokosmos dienen, der ein Licht auf das werfen könnte, was letztlich mit allen Völkern der Sowjetunion geschah?

Einführung: Rachel Salamander